Ein Produkt der mobus 200px

Von Priska Bachmann Gassmann, Kaisten

Von Werner Meier, Zeiningen

Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Der jungen Generation wird (zu) viel aufgehalst
Es ist vielen bewusst und trotzdem wird nur sehr langsam etwas gemacht: Die ältere Generation schränkt die nächsten Generationen in ihrem Handlungsspielraum massiv ein und schwächt deren Möglichkeiten in der Zukunft. Das hören Ältere natürlich nicht gerne. Sie haben hart und meist auch noch körperlich für ihre Rente gearbeitet und wollen diese nun geniessen. Das ohne Abstriche. Dass aber das ganze Renten- und Gesundheitssystem nicht für eine weitere Lebenserwartung von 20 Jahren im Durchschnitt ausgelegt ist, will man nur teilweise wahrhaben. Wer laut über Sanierungsmassnahmen spricht, wird sofort in die konservative Ecke gedrückt und will den Rentnern etwas wegnehmen. Leider kommt nun noch die extreme und nun schon länger anhaltende Tiefzinsphase dazu. Längerfristig ansprechende Renditen zu erzielen, wird schwieriger. Auch wenn in den letzten Jahren die Zahlen durch starke Aktienrenditen noch recht gut waren. Hier deutet aber vieles darauf hin, dass die nächsten Jahre renditemässig schmaler werden. Ein Auffangen dieses Loches durch die sicheren Anlagen wie Obligationen und Immobilien kann man definitiv auch nicht erwarten. Unser System hockt in der Falle und kaum jemand wagt zu sagen, dass es rasch vernünftige Massnahmen braucht. Persönlich sehe ich nur den Kompromiss: Etwas höheres Rentenalter, leicht höhere Beiträge und leicht tiefere Renten. Ansonsten wird unser System schleichend zur totalen Umverteilungsmaschine: zu Lasten der jüngeren Generation durch zukünftige Verpflichtungen und zu Gunsten der älteren Generation, welche mehr bekommt, als die aktuelle Situation zulässt.

Auch im Umweltbereich halsen wir der Jugend möglicherweise grosse Verpflichtungen für die Zukunft auf. Wir konsumieren mehr, als die Natur wieder herstellen kann, leben also von der Vergangenheit zu Lasten der Zukunft. Im Anlagebereich würden wir Schulden machen. Darauf gehe ich hier aber nicht mehr weiter ein, da dieser Teilbereich aktuell ein Dauerthema ist.

Im Gesundheitswesen sehen wir auch eine ähnliche Tendenz. Die Kostensteigerungen, welche nur zum kleineren Teil von den 20-, 30-Jährigen verursacht werden, müssen aber stark von ihnen mitgetragen werden, direkt oder indirekt über einen immer grös­seren Staatsanteil oder immer mehr ausufernde Krankenkassenprämienverbilligungen.

Die Tiefzinsphase beraubt einen Teil der jüngeren Generation aber auch um Möglichkeiten. In jüngeren Jahren etwas sparen, damit man später Wohneigentum erwerben und/oder eine Familie gründen kann, ist viel schwieriger geworden. Ein guter, positiver Zins auf dem Konto hat früher dank Zins- und Zinseszinseffekt recht schnell viel Kapital dazu beigetragen. Da ist heute totale Fehlanzeige. Es entsteht der Eindruck, sparen mache gar keinen Sinn mehr. Umgekehrt wird suggeriert, der sofortige und totale Konsum sei möglich. Leasing und Kleinkredite sind so günstig wie noch nie zuvor. Richtig genervt habe ich mich an der Fernsehwerbung eines staatsnahen Finanzinstituts. Das Motto: Sparen ist out, man muss anlegen. Wieso? Weil es zuerst das Sparen braucht, damit man etwas zum Anlegen hat; weil Anlagen oft ein ganz anderes Risikoprofil haben und oft auch einiges teurer sind, und vor allem, weil das Grundproblem nicht so einfach gelöst werden kann.

Sicher ist das Generationenproblem nicht ganz so einseitig, wie ich das hier beschreibe. Längerfristig fair ist es aber kaum und die Jüngeren haben eine viel zu schwache Lobby.

Schlussendlich kommt durch (oft späte) Erbschaften wieder bei einigen etwas zurück. Aber längst nicht bei allen.

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