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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Übelkeit und Erbrechen während der Schwangerschaft
Die oft morgendliche Übelkeit zu Beginn einer Schwangerschaft kann die Vorfreude auf das neue Leben empfindlich trüben! In der Regel beschränkt sich diese unangenehme Begleiterscheinung auf das erste Drittel der Schwangerschaft. Oft wird sie auch durch das morgendliche Erbrechen erst erkannt.
Übelkeit und Erbrechen werden von bis zu 85 % aller schwangeren Frauen beschrieben. Sie treten hauptsächlich zwischen der 5. und 12. Schwangerschaftswoche auf und verlaufen in der Regel gutartig (ohne gesundheitliche Auswirkungen auf Mutter und Kind). Ein Höhepunkt der Beschwerden wird in der 9. Woche beschrieben und ein Abklingen nach 12 bis 14 Wochen. Sie können aber auch bis zur 20. Woche und länger andauern.
Eine schwere Form der Symptome ist die Hyperemesis gravidarum. Sie betrifft rund 1,5 % der Schwangeren. In diesem Fall müssen zum einen andere Ursachen ausgeschlossen werden und zum anderen müssen diese Frauen im Spital betreut werden.
Ursache:
Die genaue Ursache ist nicht bekannt. Es werden: eine psychische Komponente, eine evolutionäre Anpassung, eine Helicobakter pylori-Infektion und hormonelle Auslöser diskutiert. Für die hormonelle Komponente spricht, dass die Produktion des Schwangerschaftshormons hCG rund 24 Stunden nach der Befruchtung im Eierstock beginnt. In den ersten Wochen der Schwangerschaft steigt die hCG-Konzentration im Blut ständig an und erreicht ein Maximum zwischen der 8. und 12. Schwangerschaftswoche. Danach sinkt die Konzentration wieder, da der Mutterkuchen die Hormonproduktion aus dem Eierstock nicht mehr benötigt und selber die schwangerschaftserhaltenden Hormone produzieren kann.
Abhilfe:
Als erste Wahl werden nicht-medikamentöse Massnahmen empfohlen:
- häufig kleinere Mengen trinken, um einen Flüssigkeitsverlust zu vermeiden. Als Empfehlung gilt: kohlensäure-haltige Getränke und Kaffee meiden;
- appetitanregende Nahrungsmittel bevorzugen und andere/übrige meiden;
- häufige, aber leichte Mahlzeiten;
- lieber proteinreich oder kohlenhydratreich essen und besser fettarm, z.b. Cracker, Biskuits oder Salzkartoffeln. Scheinbar wird salziges Essen besser vertragen;
- eher kalte Getränke und Speisen genies-
sen;
- gelegentlich eine Pause einschalten und die Arbeitszeit dem Wohlbefinden anpassen;
- Meiden von gewürzter und stark riechender Kost.
Akupressur/Akupunktur:
- am Akupunkt P 6 (auf der Innenseite des Handgelenkes) wird über einen „Knopf“ ein Druck erzeugt, der die Leiden mildern kann. Mindestens alle 4 Stunden während 5 Minuten ausüben. (Es gibt ein Armband = Sea - Band, das genau auf diesen Punkt Druck ausübt.)
Medikamentöse Therapie:
Sie sollte nicht ohne eine vorgängige Konsultation mit dem Frauenarzt/in erfolgen!
- Vitamine:
Vitamin B6 – Monotherapie: es werden 10 bis 25 mg alle 8 Stunden empfohlen. (Es gibt wenige Monopräparate in der Schweiz.)
In den meisten Multivitaminpräparaten für die Schwangerschaft ist diese Menge enthalten. Manchmal ist eine morgendliche Einnahme dieser Präparate unangenehm und sie werden mittags oder abends besser vertragen.
- Phytopharmaka:
Ingwer: als Gewürz und pflanzliches Antiemetikum kann es gut helfen. Das einzige in der Schweiz zugelassene Ingwer-Präparat ist gemäss der Packungsbeilage für dieses Problem nicht zugelassen. In anderen Ländern wurde diese Einschränkung gestrichen. Es sind bis heute nie negative Auswirkungen auf das werdende Kind beobachtet worden!
Pfefferminz-Öl: einen Tropfen in der Hand verreiben und dann vorsichtig einatmen. Dies kann ebenfalls lindernd wirken.
- Weitere Medikamente sollten wie gesagt mit dem behandelnden Frauenarzt / der Frauenärztin abgesprochen werden.

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
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Winter-Depression
In unseren Breiten beginnt wieder die Zeit der langen Nächte und kurzen Tage. Die Tag- und Nacht-Gleiche (23.9.) ist lange vorbei und der kürzeste Tag (22.12.) naht. In den Tropen, nahe am Äquator, gibt es das nicht. Je weiter man in den Norden oder Süden Richtung Nord- und Südpol geht, desto ausgeprägter sind die Unterschiede. Das geht bis zu «immer» Nacht im Winter und «immer» Tag im Sommer. Das hat auch auf uns Menschen und vor allem auf unsere Psyche einen Einfluss. Viele von uns freuen sich auf die gemütliche Zeit mit warmen Getränken (Tee/Glühwein) vor einem Feuer. Andere fürchten die langen Abende. Wenn Sie eher zu den letzteren gehören, können Ihnen vielleicht die folgenden Tipps helfen.
Bei einer ausgeprägten Form dieser Beschwerden könnte es sich auch um eine saisonale Depression handeln.
Von einer saisonalen Depression oder SAD (Seasonal Affective Disorder) spricht man, wenn folgende Symptome auftreten:
- übermässiges Schlafbedürfnis und
- zwanghafter Konsum von zuckerhaltigen Nahrungsmitteln.
Des Weiteren verspürt man eine depressive Verstimmung, ausgeprägte Ängstlichkeit, Energiemangel und Konzentrationsprobleme. Manche sehr empfindliche Menschen können diese Symptome auch in einem Sommer mit schlechtem Wetter entwickeln.
Als wichtiges Kriterium gilt die Wiederholung derselben Symptome während zwei aufeinanderfolgenden Wintern (und deren Abklingen in den anderen Jahreszeiten).
Zu einer Verbesserung der Beschwerden, und das dürfen alle, kommt es mit folgenden Verhaltensänderungen:
- raus in die Natur, einen Spaziergang machen. Schöner wird er natürlich, wenn die Sonne scheint
- ausreichende Bewegung (ebenfalls am besten draussen)
- wie immer: eine ausgewogene Ernährung; jetzt mit den wunderbaren saisonalen, reifen Früchten und Gemüsen
- und nicht zuletzt mit einem regelmässigen Zubettgehen
Am wichtigsten erscheint mir dabei das Aus-den-vier-Wänden-Gehen. Auch wenn die Sonne nicht scheint, ist das natürliche Licht fast eine Therapie.
Es wurde nämlich wissenschaftlich belegt, dass eine Lichttherapie die Therapie der ersten Wahl für die Behandlung dieser Erkrankung ist. Die Ansprechrate liegt zwischen 60 und 90%. Falls das Ergebnis noch nicht befriedigend ist, kann zusätzlich eine medikamentöse Therapie mit Antidepressiva und/oder eine kognitive Verhaltenstherapie eingesetzt werden.
Worin besteht jetzt eine Lichttherapie?
Der Patient/in ist täglich:
- innerhalb von 2 Stunden nach dem Aufwachen und
- während 30 Minuten
- in einem Abstand von 30 Zentimetern
vor einer besonderen Lampe (einer Lichtquelle mit 10 000 Lux = Einheit der Beleuchtungsstärke). Während dieser Zeit darf man lesen, am Computer arbeiten, alles, was einem gefällt, wenn die oben genannten Bedingungen erfüllt sind. In der Regel wird bereits nach 2 bis 4 Tagen eine Verbesserung wahrgenommen, ein Erfolg stellt sich nach 1 bis 2 Wochen ein. Wie bei jeder Therapie werden auch unerwünschte Wirkungen beschrieben: Kopfschmerzen, müde Augen, Hyperaktivität, Schlaflosigkeit oder übermässiges Schlafbedürfnis. Sie sind leicht und harmlos und klingen meist nach einigen Sitzungen ab. Je nach Intensität beginnt man die Therapie mit einer schwächeren Lichtintensität oder einer kürzeren Dauer vor der Lampe. Die schrittweise Erhöhung hilft mit den unangenehmen Nebenwirkungen besser fertig zu werden. Eine übermässige Einwirkung des Lichtes mit einer Art Sonnenbrand wird es nicht geben. Die Lampe gibt nur ein weisses Licht ohne den UV-Anteil ab. Bei Patienten, die gleichzeitig mit photosensibilisierenden Therapien behandelt werden, wird mit Vorsicht an eine Lichttherapie herangegangen. Bei Augenerkrankungen wie bei einem grauen oder grünen Star, Makuladegeneration oder ähnlichem wird eine vorgängige augenärztliche Untersuchung empfohlen.
Diese Art der Therapie wird bei einer fachärztlichen Diagnose von den Krankenkassen aus der Grundversicherung übernommen.

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
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Ratgeberreihe Kinder: Impfungen 2
Nebenwirkungen:
Es gibt Nebenwirkungen von Impfungen. Sie sind meldepflichtig und werden von den staatlichen Stellen erfasst (in der Vakzinovigilanz). Gott sei Dank, sind sie in der Regel gering und werden normalerweise nicht oder nicht wesentlich wahrgenommen. Man unterscheidet zwischen der Impfreaktion und Impfkomplikation. Die Bewertung ist nicht immer einfach. Es dürfen nur Gesunde geimpft werden und bei manchen Menschen führt eine gesteigerte Selbstbeobachtung zu unerwünschten Befindlichkeitsstörungen. Die Impfreaktionen sind kurzzeitig und vorübergehend (z.B. werden häufig Schmerzen und Spannungen an der Injektionsstelle wahrgenommen). Eine Impfkomplikation ist deutlich schwerwiegender (zum Teil bis zum Ausbruch der Krankheit, gegen die geimpft wurde). In sehr seltenen Fällen gibt es heftige allergische Reaktionen bis zu einem allergisch-anaphylaktischen Schock!
Eben diese Nebenwirkungen sind u.a. auch ein Argument der Impfgegner, warum nicht geimpft werden soll. Weitere Diskussionspunkte sind die folgenden:
- der Infektionsweg (das Einbringen des Impfstoffes durch die Haut) ist unnatürlich. Normalerweise infiziert man sich über die Schleimhäute. Dabei ist als erste Massnahme des Körpers eine zelluläre Antwort möglich. Diese unterbleibt bei unserer aktuellen Art der Impfung.
- Wie notwendig ist eine Impfung überhaupt?
- Ist die Krankheit so häufig, dass ein Auftreten epidemische Ausmasse annimmt?
- Sind die Auswirkungen auf den Organismus schwerwiegend?
- Gibt es genügend gute Behandlungsmöglichkeiten (wie z.B. Antibiotika bei bakteriellen Infekten)?
(Diese Fragen beantworten die Impfgegner auf ihre Weise.)
- Die Wirksamkeit von Impfungen generell wird angezweifelt.
- Die Sicherheit der Impfstoffe wird angezweifelt, besonders auch die Wirkungsverstärkung durch beigesetzte Substanzen. Oder bei der Produktion verwendete Hilfsstoffe werden als gefährlich befunden.
- Allgemein wird die Vorsorge (man erkrankt nicht mehr an diversen Infektionskrankheiten) als nicht notwendig erachtet. Der heutige Lebensstandard ist so hoch, die medizinische Versorgung ist so gut, dass die Infektions-Erkrankungen problemlos behandelt werden können.
- Erkrankte Kinder machen während einer Erkrankung einen Entwicklungsschub, der ihnen sonst fehlen würde.
- Seit generell geimpft wird, haben die Allergien massiv zugenommen, das wird den Impfstoffen angelastet.
Tja es gibt keine allgemeingültige richtige Antwort.
Es gibt Menschen, die nicht geimpft werden können, weil ihr Status des Immunsystems das nicht zulässt. Dazu gehören alle Patienten, die ein Organ implantiert bekommen haben. Sie müssen lebenslang Immunsuppressiva einnehmen, um ein Abstossen zu verhindern. Säuglinge oder sehr betagte Menschen haben ebenfalls ein eingeschränkt funktionierendes Immunsystem. Sie sind in einer Gesellschaft, in der «keine» Infektionskrankheiten vorkommen, geschützt.
- Die Geschichte der Impfungen ist erfolgreich, das ist in allen Studien aller Länder bewiesen!
- Impfen schützt vor schwerwiegenden Infektionskrankheiten, auch das ist klar bewiesen, selbstverständlich nicht zu 100%!
- Die Nebenwirkungen sind statistisch gesehen sehr viel geringer als der Nutzen! Aber man muss sich um die Nebenwirkungen kümmern, darum gibt es die zwingend vorgeschriebene Melde-Pflicht!
- Alle geimpften Menschen schützen die Nicht-Geimpften durch das Unterbrechen der Infektionskette.
- Impfungen sind für Tiere sogar vorgeschrieben, auch dort funktioniert der Schutz hervorragend (ein Beispiel ist die erfolgreiche Bekämpfung der Tollwut).

Unserer Meinung nach, gibt es kaum eine Erfindung in der Medizingeschichte, die der Menschheit so viel Gutes gebracht hat, wie die Impfung. Wir kennen ja keine Ausbrüche mehr von Diphtherie- oder Pocken-Epidemien mit Tausenden von Toten innert kürzester Zeit. Das entbindet niemanden von der Entscheidungsfrage: Wie gehe Ich mit der Impfung um? Eine gute, sachliche Information ist nötig und hilfreich, um zu einer Entscheidung zu kommen.

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Ratgeberreihe Kinder: Impfungen 1
Wir haben in diese Reihe viel über Kinder und die klassischen Kinderkrankheiten geschrieben und auch jeweils darauf hingewiesen, dass es Impfungen gibt. In diesem Ratgeber möchten wir allgemein über Impfungen informieren.
Es gibt erstaunlicherweise kaum moderate Meinungen dazu, entweder sind Impfungen nur segensreich oder nur ganz schlecht. Diese Art das Ganze zu verherrlichen oder zu verteufeln scheint mir im Kontext: «was mache Ich mit meinem Kind» nicht hilfreich. Darum hier der Versuch das Thema auch aus Sicht von mehreren Müttern zu beleuchten. Weitere Informationen finden sich zuhauf im Internet:
• der schweizerische Impfplan mit den jährlich überarbeiteten neuen Empfehlungen und Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Impfungen
• BAG: Argumentarium Kinder Impfen? Ja? Wieso?
• Wikipedia: Impfungen
• Impfgegner: Es ist schwierig seriöse Artikel zu finden, Naturheilmagazin oder Erlebnisberichte von Einzelnen wie orange.handelsblatt.com/artikel/58047

Was ist eine Impfung (lateinisch Vakzination oder Vakzinierung) und wie funktioniert sie?
Ursprünglich wurde mit den Kuhpockenmaterial Menschen vor der Erkrankung der Pocken geschützt. (Der Name kommt daher lateinisch Vacca = Kuh). Man unterscheidet eine Aktiv- und Passiv-Impfung. Bei letzterer werden bereits fertige Antikörper gegeben, die sofort gegen die Erreger aktiv werden. Bei der ersten wird das Immunsystem befähigt, sich auf eine allfällige Erkrankung vorzubereiten und bildet die ganze Palette an Antworten auf die Infektion, u.a. Antikörper. Damit resultiert keine oder eine abgeschwächte Infektionskrankheit. Bei der Aktiv-Impfung werden noch Lebendimpfstoffe von Totimpfstoffen unterschieden. Zu den letzteren zählen auch die Toxoid-Impfstoffe.
Lebendimpfstoffe enthalten abgeschwächte, noch vermehrungsfähige Erreger, die die Krankheit bei einem Gesunden nicht auslösen. Totimpfstoffe enthalten abgetötete Erreger oder Bruchstücke davon. Der Körper bildet gegen die Eindringlinge (es handelt sich dabei um Proteine und/oder Zucker-Moleküle) eine Reihe von Massnahmen, die sehr komplex sind. Für den zukünftigen Schutz bildet er langlebige «Gedächtniszellen», die ebenfalls komplexe Reaktionen auslösen. Es werden spezifische Antikörper produziert und diverse Zellen, die Erreger abtöten.
Die passive Impfung ist im eigentlichen Sinne keine Impfung, sondern ein schnell einsetzender Schutz. Er hält nur wenige Wochen an. Danach sind die Antikörper abgebaut. Eine natürliche Art davon ist die Mutter-Kind-Immunisierung. Auch sie erlischt spätestens nach dem Aufhören des Stillens.

Anwendungsart:
Normalerweise werden die Impfungen gespritzt. In der Regel in den Oberarm oder Oberschenkel. Es gibt auch andere Möglichkeiten: Bekannt ist die Schluckimpfung.
Noch im Versuchsstadium befinden sich die Varianten: über die Haut als Pflaster oder über die Nasenschleimhaut als Spray.

Wirksamkeit:
Keine Impfung kann 100% vor der jeweiligen Erkrankung schützen. Sie senken aber nachweislich die Erkrankungswahrscheinlichkeit. Dafür gibt es umfangreiche Studien, die von den jeweiligen staatlichen Stellen bestätigt werden. Auch nach der erfolgreichen Grundimmunisierung müssen für die langfristige Erhaltung der Immunität regelmässige Auffrisch-Impfungen erfolgen. Diese erfolgen je nach Anwendungsbeobachtungen einzelner Impfstoffe und der Beobachtung der Antikörpertiter nach Impfung bzw. nach einer durchgemachten Erkrankung. So konnte bei gegen Pocken geimpften Personen noch nach bis zu 88 Jahren nach der Impfung die Immunität nachgewiesen werden. Sie war vergleichbar mit einer überstandenen Erkrankung. Manche Impfungen mildern nur den Krankheitsverlauf, andere müssen jährlich verabreicht werden (Grippe-Impfungen). Erschwerend (für die Immunisierung) kommt dabei noch der Variantenreichtum der Erreger dazu. Ihr Hausarzt oder Ihre Apotheke kann nach Durchsicht Ihrer Impfunterlagen kompetente Angaben zu Ihrem Impfstatus machen!

Abschwächung der Wirksamkeit durch Wechselwirkung mit Schmerzmitteln:
Man vermutet, dass gleichzeitig eingesetzte Schmerzmittel die Wirksamkeit der Impfung vermindern können. Der Grund dafür liegt in der fiebersenkenden und entzündungshemmenden Wirkung. Man weiss, dass der Körper diese Mechanismen als Waffe gegen die Erreger braucht! Es sollte also, wenn möglich, auf die gleichzeitige Anwendung verzichtet werden.
Weitere Informationen erfolgen im nächsten Ratgeber.

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Ratgeberreihe Kinder: Kinderkrankheiten 9 – Mumps
Mumps wird lateinisch als Parotitis epidemica bezeichnet = eine anfallsweise häufig auftretende Ohrspeicheldrüsen-Entzündung. Umgangssprachlich heisst sie Ziegenpeter, wahrscheinlich, weil der Gesichtsausdruck mit den geschwollenen Drüsen etwas «dümmlich» wirkt und scheinbar können Ziegen eine ähnlich «aussehende» Erkrankung haben. Durch die lebenslange Immunität nach der überstandenen Erkrankung zählt sie zu den klassischen Kinderkrankheiten. In der Schweiz ist sie im Gegensatz zu Deutschland nicht meldepflichtig. Die Erkrankung ist in der Regel unproblematisch. Einige Komplikationen sind so unerfreulich, dass eine Vorbeugung sinnvoll ist. Und je älter die Erkrankten sind, desto schwerer kann der Verlauf werden.

Ursache:
Der Auslöser ist ein nur den Menschen befallendes Virus der Gattung Rubula, das zu den Paramyxoviriden gehört. Unterschiedliche Genotypen kommen geographisch gehäuft vor. Der Genotyp G nimmt weltweit zu.

Symptome:
Nach einer Inkubationszeit von ca. 12 bis 25 Tagen treten klassischerweise Fieber und eine ein- oder doppelseitige entzündliche Schwellung der Ohrspeicheldrüse auf.
Der Patient zeigt die typischen «Hamsterbacken» mit abstehendem Ohrläppchen. Die Ohren schmerzen und Kauen wird zur Qual (weiche und säurearme Nahrung bevorzugen). Auch andere Drüsen können mit einer Entzündung reagieren wie z.B. die Bauchspeicheldrüse mit Oberbauchbeschwerden bis zu Erbrechen und fetthaltigen Stühlen. Durch die grosse Variabilität der Beschwerden (auch nur grippeartige oder respiratorische Symptome) verläuft die Erkrankung meist unbemerkt.

Komplikationen:
– Hirnhautentzündung ist bei Kindern die häufigste Komplikation. Sie ist u.a. erkennbar an der schmerzhaften Nackensteifigkeit, Lichtscheue, Kopf- und Nackenschmerzen. Sie tritt bereits eine Woche vor oder bis zu drei Wochen nach Beginn der Erkrankung auf.
– Ertaubung: Bei 1:10 000 Infektionen kann eine meist vorübergehende Innenohrschwerhörigkeit auftreten, entweder ein- oder auch beidseitig.
– Hodenentzündung: bei 30 % der Fälle bei Jungen und Männern sind auch die Hoden betroffen. Die Entzündung beginnt am Ende der ersten Krankheitswoche mit erneutem Fieberanstieg und einer schmerzhaften Schwellung. Im schlimmsten Fall bleibt eine Unfruchtbarkeit als Spätschaden. Andere Drüsen, wie oben erwähnt (Bauchspeicheldrüse, Eierstöcke, Schilddrüse), können ebenfalls betroffen werden.

Therapie:
Es gibt keine spezifische antivirale Behandlung. Während des üblichen Verlaufs werden die Symptome gelindert: (kühlende) Wickel, nötigenfalls Fiebersenkung und Schmerzbehandlung. Der Arzt kann allenfalls eine Therapie mit Cortison durchführen.

Dauer der Ansteckfähigkeit, Isolierung:
Die Erkrankten können bereits drei bis fünf, max. sieben Tage vor Ausbruch andere anstecken. Dies hält bis in die frühe Rekonvaleszenz an. Längstens neun Tage nach dem Ausbruch können die Erkrankten wieder in die Schule/den Kindergarten etc. Bei recht vielen Patienten verläuft die Erkrankung unbemerkt (30 bis 40%). Sie sind aber ebenfalls in der Lage, über Tröpfchen-Infektion andere anzustecken. Daher ist eine Vorbeugung = Impfung wirklich ein Schutz. Nicht zuletzt auch für jene, die selbst eine Impfung aufgrund ihrer Immunsituation nicht vertragen. Ist die Impfquote in ihrem Umfeld nämlich hoch, sinkt das Risiko, dass sie sich anstecken können.

Vorbeugung:
Es gibt nur eine Kombinations-Impfung, die gleichzeitig auch vor Masern und Röteln schützt (und eine weitere, die zusätzlich noch vor Windpocken schützt). Geimpft werden neu seit 2019 alle Säuglinge: das erste Mal mit neun Monaten und zwingend für einen guten Schutz das zweite Mal mit zwölf Monaten. Der Mindestabstand muss ein Monat sein.
Es gab zwei grössere Mumps-Epidemien in der Schweiz: 1994/1995 sowie 1999/2000 durch die damalige Verwendung des zu schwachen Impfstoffes.

Korrektur zum letzten Ratgeber:
Im letzten Ratgeber habe ich geschrieben, dass zur Behandlung der Symptome der Windpocken auch Präparate mit dem Wirkstoff Ibuprofen eingesetzt werden können. Das wird nach heutigem Wissensstand nicht mehr empfohlen! Die auslösenden Viren können ausnahmsweise Verursacher schwerwiegender Komplikationen von Haut- und Weichteilinfektionen sein. Eine Mitwirkung von z.B. Ibuprofen an der Verschlechterung dieser Infektionen kann nicht ausgeschlossen werden. Während einer Windpockeninfektion sollte daher die Anwendung von Ibuprofen-haltigen Präparaten wie zum Beispiel Algifor Dolo Junior Suspension, Beutel Tabletten etc. vermieden werden.

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